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Eva-Maria Servatius | Tierverhaltensberaterin | info@discoverdogs.de

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Galerie 1 - 2006
Galerie 2 - 2007

 
         
Hundesprache

Die passive Unterwerfung ist eine Reaktion des Hundes auf Disziplinierung oder Tadel. Sie soll die Integration in die soziale Gruppe (das Rudel oder menschliche Gruppe) bewirken. Blickkontakt wird vermieden, mitunter demonstrative Rückenlage, der Kopf wird weggedreht und auf Körperkontakt verzichtet.

Die aktive Unterwerfung oder das "soziale Grüßen" drückt sich durch hohe Bewegungsaktivität aus. Die Körperhaltung ist niedrig und geduckt, teilweise mit Rundrücken (Vorderkörper tief, Hinterteil hoch, die sog. Spielstellung) Der Hund zeigt übertriebene spielerische Ansätze, die durch Fiepen und teilweise durch Augenkontakt mit Blinzeln unterstützt werden. Der Hund leckt seine Mundwinkel, was bei passiver Unterwerfung niemals geschieht.

Beruhigungs- und Beschwichtigungsignale:
Wichtig für das Verständnis unserer Hunde sind ihre Beruhigungs- und Beschwichtigungssignale (vgl. Turid Rugaas). Diese sog. Calmingsignals sollen Angst und Unruhezustände aufheben und Vertrauen und Sicherheit schaffen. Sie helfen den Hunden sich untereinander zu arrangieren, und müssen auch vom Menschen klar erkannt und entsprechend berücksichtigt werden.



Calmingsignals sind für den Hund so etwa wie eine Lebensversicherung. Es sind ungefähr 30 Beschwichtigungssignale bekannt. Zu den wichtigsten gehören: Wegschauen - den Blick abwenden - schnelle oder langsame Bewegung des Kopfes, manchmal nur der Augen - den Blick verkürzen - Augenlider senken, blinzeln - sich abwenden - Kopf oder Körper wegdrehen - Nase lecken - Gähnen, teilweise mit der entsprechenden Lautäußerung - Hinlegen oder Hinsetzen - langsam gehen bis zum Stehenbleiben - Kurven- und Schlangenlinien - Splitting: sich zwischen anderen Hunden oder Menschen schieben, um mögliche Konflikte zu verhindern - am Boden schnüffeln oder das Gegenüber ignorieren - mit dem Schwanz wedeln - Pfote heben usw. Beruhigungssignale, die der Hund zur Konfliktvermeidung benutzt, können auch vom Menschen angewendet werden, z.B. Wegsehen, Abwenden, Blinzeln usw.



Neben diesen Signalen gibt es noch Szenarien, die jeder Hundehalter richtig einschätzen können sollte.

Kommentkampf
:
Ein Kommenkampft kann auch als Schaukampf bezeichnet werden und tritt vornehmlich unter gleichstarken Rüden auf. Er geht einher mit lauten Getöse, Bellen, Knurren und Maulaufreissen.
Was hier gerne böse aussieht und sich schrecklich anhört, geht in der Regel ohne Kratzer und Schrammen ab und dient nur dem Kräftemessen.



Aufreiten:
Nicht jedes Aufreiten ist sexuell gesteuert.
Es kommt in jeglichen, möglichen Kombinationen vor:
Rüde-Rüde, Hündin-Hündin, Rüde-Hündin und Hündin-Rüde. Es kann eine Übersprungshandlung sein, eine erzieherische Maßnahme oder auch eine Spielaufforderung.





Die Kommunikation ist der Schlüssel zum Team Mensch-Hund. Eine funktionierende Kommunikation ist unerlässlich, um Lernerfolge zu verzeichnen und
unseren Hunden psychische und physische Stabilität zu gewähleisten. \\




Die Kommunikation der Hunde ...



// Alles was sich bewegen lässt, wird von Hunden zur Kommunikation eingesetzt (Gestik, Mimik, Körper). Er teilt damit seine unmittelbaren Gefühle und sein aktuelles Befinden mit. Ein Hund kann nur mitteilen, wie er sich momentan fühlt. Die Signale der Hunde sind intensiv, kurz ,schnell und immer ehrlich. Hunde lügen nie!

Kanäle der Kommunikation:
// Blickverhalten \\
// Gesichtsausdruck (Mimik) \\
// Körperhaltung und Körperbewegung (Gestik) \\
// Berührung (Taktilität) \\
// räumliche Distanz (Individualraum) \\
// akustische Signale (Lautgebung) \\
// olfaktorische Kommunikation (Geruch) \\

Ohne Kommunikation kann die Gemeinschaft Mensch - Hund nicht funktionieren. Eine gute Beobachtungsgabe ist unerlässlich, um diese kurzen Signale zu erkennen und das Wissen über die Bedeutung dieser Signale notwendig, um sie richtig zu interpretieren.

Hier nun einige interessante Begriffe in Kürze erläutert:

Die olfaktorische Kommunikation:
Die Verständigung über den Geruch ist im einzelnen noch kaum erforscht. Am Geruchsgesicht dem individuellen Geruch des Hundes, erkennen sich Rüde und Hündin. Das eigenen Territorium wird durch Geruchsmarken abgesteckt, das gemeinsame Markieren zeigt an, dass man zur gleichen Meute gehört. Das Urinieren von Rüden auf Artgenossen oder Menschen ist vermutlich eine symbolische Besitzergreifung. Das Wälzen zeigt dem Meutegenossen, dass an dieser Stelle Geruchsspuren von Beute oder Aas gefunden worden sind.

Die taktile Kommunikation:
Die Verständigung durch Berührung ist in der Fachliteratur nur bei Feddersen und Ziemen erwähnt, die dabei zwischen distanzvermindernde und distanzvergrößernde Kommunikation unterscheiden. Zur taktilen Verständigung gehören Hüftschwung, Rempeln, der Schnauzengriff und das Anstoßen, jeweils angedeutet, leicht oder kräftig, des weiteren Pflegeverhalten wie Lecken, Knabbern, Stubsen, Schnauzenkontakte sowie Werbe- und Paarungsverhalten.

Die akustische Kommunikation:
Sie umfasst nach Feddersen das Bellen (Spielen, Begrüßung, Kontaktaufnahme, Verteidigung, Drohlaut, Unbehagen), das Winseln (Laut des Unwohlseins, bei einem erwachsenen Hund auf Grund sozialer Isolation und psychischer Verstimmung), das Jaulen (in der Regel bei Verlassensein) das Schreien und Kreischen (ausgelöst durch Situationen, die an frühere Schmerzerfahrung erinnern), das ebenfalls stark situationsbezogene Wuffen und das Fiepen bei leichter Erregung, das Knurren bei Angriff oder Spiel und das Heulen, das Gemeinschaftsgefühl, aber auch das Gefühl des Verlassensseins ausdrückt und mit der Rangordnung innerhalb der Gruppe in Verbindung stehen kann.